Letzte Aktualisierung dieser Seite : 07.03.2007

    Ai Ki Do = Harmonie Beziehungen Weg, also der Weg der Harmonie in Beziehungen (oder oft als Energie übersetzt, was nicht viel heißen will). Der Begründer des Aikido ist Morihei Ueshiba O'Sensei. Um mehr darüber zu erfahren, ist es notwendig, ein paar Bücher zu diesem Thema zu lesen, z.B. diejenigen die hier genannt werden.

     Das Ziel des Ki-Aikido ist sehr einfach : Etwas gutes für das Universum zu tun. Was ist "etwas gutes" ? Ein Lächeln zum Beispiel ; oder allgemeiner etwas, das dafür sorgt, dass die Harmonie wächst. Das Ki ist überall zu finden, in einer Wolke, im Regen, im Schnee, im Wind, in einem Fluss, einer Wiese, einem Wald, einem Garten, einem Dojo, sogar in einer Stadt. Schauen Sie um sich herum : Gibt es wirklich keine einzige Pflanze, die zwischen den Steinen wächst und gedeiht ?

    Ist das Taliongesetz (Auge um Auge, Zahn um Zahn) effizient ? Bestimmt nicht, da dieses Pseudo- Gesetz wahrscheinlich mehr als 5.000 Jahre alt ist. Und doch gibt es überall Gewalt. Wir versuchen, nicht mit einem Gegenangriff auf einen Angriff zu reagieren. Und wenn es nicht anders geht, führen wir den Nichtangriff so sanft wie nur möglich aus.

Man muss sehr naiv sein, um zu glauben, dass so etwas naiv ist.

   Hier führe ich einige Diagramme an, die euch zeigen sollen, was mit dem "Aikidoberg" gemeint wird. Der Begriff Aikidoberg wurde von Maruyama Sensei im Juli 2004 in Haigerloch benutzt. Er hat damals gesagt, dass das Aikido wie ein Berg ist, auf welchen einer zu klettern beginnt, wenn er Shoden hinter sich hat. Vorher gibt es nur kleine Hügel, die aber auch ziemlich steil sein können. Wo ist die Spitze des Berges ? Antwortet selbst !

    Ihr werdet alle notwendigen Erklärungen im Punkt "Prüfungen" finden. Auch die Wartezeit ist dort klar aufgeführt. Aber, wie im Punkt "Atemübungen & Meditation" erklärt, sollte sich jeder über eine wesentliche Sache im Klaren sein : Ein "Persönlicher Kalender" existiert für jeden Mensch. Die Zeiten, die hier angegeben werden, sind nur eine allgemeine Richtlinie, die so gut wie nie haargenau befolgt wird. Das Ergebnis hängt von vielen Variablen ab, u.a. vom persönlichen Talent und auch von der Frequenz des Trainings. Ein Mal zwei Stunden in der Woche ist nicht dasselbe wie vier Mal eine Stunde oder mehr. Das Alter spielt auch eine klare Rolle, obwohl es dabei keine Begrenzung gibt (tatsächlich gibt es Aikidokas über 80, die noch trainieren).

 

 

 

    Wo liegt die Spitze des Berges ? Ein Meister würde vielleicht sagen, dass mehrere Leben notwendig sind, um (eventuell) die Spitze zu erreichen. Aber Vorsicht : In Wirklichkeit gibt es kein Ziel zu erreichen, alles ist schon da, in jedem von uns.

    Habt ihr Angst vor Mathematik, besonders vor Mengenlehre ? Dann lest unbedingt weiter! So werdet ihr sehen, dass es sehr interessant sein kann.

     Das Gegenteil von Freund wäre für viele Menschen Feind. Das stimmt, wenn die Tatsache, dass wir Freunde haben automatisch bedeutet, dass wir auch Feinde haben oder dass Menschen entweder Freunde oder Feinde sind. Aber stimmt das wirklich ? Meiner Meinung nach ist es nicht ganz richtig. Das Gegenteil von Freund ist "Nichtfreund", wie wir hier schon mehrmals gesehen haben.

    Aber die Realität wird, auch in Europa, mehr oder weniger so betrachtet : Es gibt Freunde und Feinde, das ist sicher. Trotzdem, da wir nicht alle Menschen der Erde kennen können, gibt es auch "Nichtfreunde" und "Nichtfeinde". Versuchen wir mithilfe eines Diagrammes diese einfache Idee zu verdeutlichen :

    In diesem Fall sind die Freunde eine bestimmte Gruppe, und die Feinde eine andere Gruppe. Beide Gruppen berühren sich (normalerweise) prinzipiell nicht. Die Leute, die wir nicht kennen, sind weder Freunde noch Feinde. Wir nennen sie "Nichtfreunde" oder "Nichtfeinde". Was ist besser ? Viele Nichtfreunde oder viele Nichtfeinde zu haben ? Es ist unmöglich, nur Freunde zu haben. Es wäre leider denkbar, nur Feinde zu haben. Also, wenn die Gruppe Nichtfeinde größer wird, wird auch die Gruppe Feinde kleiner, immer kleiner, und existiert nicht mehr.

    Jetzt, um von der Gruppe Freunde zu Nichtfreunde überzugehen, muss etwas sehr ernstes passieren, eine strukturelle Änderung ( nicht nur eine Kleinigkeit) weil es dazwischen eine echte Grenze gibt. Es gibt wirklich, auf dem Diagramm, eine Grenze zwischen Freund und Nichtfreund. Aber der Nichtfreund geht problemlos zu den Feinden. Da gibt es keine Grenze mehr. Das gleiche passiert von Feind zu Nichtfeind, der sehr einfach zu einem Freund werden kann, ohne dass eine strukturelle Änderung notwendig ist.

     Wenn wir so handeln, dass eventuelle Feinde, also die Nichtfreunde, Nichtfeinde werden, dann schrumpft die Menge der Feinde. Und am Ende erhalten wir dieses Diagramm :

    Ist es nicht so viel schöner ?    

Wahrscheinlich ist es eine sehr gute Idee, die Welt so zu betrachten, weil tatsächlich die Nichtfeinde problemlos zu Freunden werden können. Im Diagramm ist das klar zu sehen. Die Freunde sind auch  gleichzeitig Nichtfeinde.

    Das Ki-Aikido passt meiner Meinung nach ziemlich gut dazu. Warum ? Weil wir versuchen, mit unserem Ki eine solche Situation zu schaffen, in der gar keine Aggressivität verursacht wird, jetzt und in der Zukunft. Und wenn die Aggressivität schon vorhanden ist (was leider der Fall sein kann)  haben wir viele Möglichkeiten, diese Aggressivität zu ändern, ohne passiv zu sein. Diese Idee gilt natürlich, auf allen Ebenen, ganz besonders auf der Staatenebene. Viele Kriege würden mit dieser sehr einfachen aber effizienten Idee gar nicht mehr stattfinden.